Alles liegt im Auge des Betrachters

Ob ich mich nun zu Recht  Designer nennen kann, weiß ich nicht, ist für mich aber auch nicht weiter von Bedeutung.  Ich mache zumindest gern etwas in der Art wie diejenigen es tun, die sich offiziell so nennen dürfen, weil sie es studiert oder gelernt haben.  Weil ich jedoch keine Bezeichnung für die Inoffiziellen kenne, die Autodidakten die, was immer sie tun, nicht im konventionellen Sinne gelernt haben, nenne ich mich eben auch Designer  oder  auch >self-made-Designer<. Wie ich mich z.B. auch gern >self-made-Philosoph< nenne. Zumindest  denke ich, dass ich mich als einen kreativen Menschen bezeichnen kann. Und als solcher kreiere ich gern u.a. auch das was man Design nennt.

Meinen ersten öffentlichen  Ausflug  als Designer  machte ich 2002 mit meinen Kreationen von HSV-Aufnähern. Alles Weitere dazu hier unter  HSV

Darauf folgte ein weiterer  "Auftritt"  Anfang 2008, als ich mich bei Spreadshirt registrierte und mich unter Tausenden Designern und "Möchtegern-Designern" einreihte, in deren Flut man völlig untergeht. Allerdings bin ich dort seit längerem nicht mehr aktiv. Aber auf dem Spreadshirt-Marktplatz finden sich etliche  meiner kreativen Auswüchse unter dem Designernamen "ariane08"

Seit 2009 allerdings gehen meine Kreationen als Designer nun über das reine Privatvergnügen hinaus, denn seitdem gestalte ich offiziell als der kreative Partner vom andrebuchverlag. Der wurde zwar erst 2010 gegründet, aber die Vorbereitungen liefen ja schon vorher an. Etwas mehr dazu hier unter Der Verlag

Ich weiß zwar nicht, ob es irgend wen interessiert, wie ich das, was ich mir als Autodidakt im Bereich Grafik und Design selbst beigebracht habe, dort nun anwende, aber ich schreibs einfach mal nieder und zeige hier weiter unten Ergebnisse meiner Arbeit.

 Es besteht ja kein Lesezwang ;-) 

Ich arbeite nach wie vor noch mit den sehr einfachen Mitteln eines Amateurs, d.h. ohne aufwendige Grafikprogramme, sondern nur  mit  PhotoImpact, welches man "die kleine Schwester" von Photoshop nennt. Aber bisher bin ich damit gut zurechtgekommen, wenn auch die Arbeit mit "richtigen" Grafikprogrammen vermutlich wesentlich schneller und einfacher ablaufen würde. 

Mein offizieller Weg als Designer begann also 2009/10, als ich mit meinem, guten Freund, dem damals in Leipzig lebenden Schriftsteller Andreas H. Buchwald zusammentraf.  Wir teilten uns dort als WG Partner eine Wohnung (und später  2011-2013 ein Haus in Mc.Pomm) .  Bis dahin hatte er seine Werke in einem kleinen Leipziger Verlag veröffentlicht. Doch nachdem er 2008/09 in zwei Etappen seinen rd. 800km langen Pilgermarsch auf dem legendären spanischen Jakobsweg beendet und seine Erfahrungen und Erlebnisse in Romanform niedergeschrieben hatte und wir inzwischen festgestellt hatten, dass sich unsere Talente und Potenziale im kreativem Schaffen gut ergänzen, fassten wir im Frühjahr 2010 den Entschluss unseren eigenen Verlag zu gründen.

Wahrend er, in dieser Zeit fast einem Schreibrausch gleich, ein Buch nach dem anderen schrieb, kümmerte ich mich um alles, was mit bunten Bildern zu tun hat.  Zunächst kreierte ich ein Logo und unseren Verlagsschriftzug und passend dazu das Markenzeichen von A.H.B.,  einen Cowboyhut. Man sieht ihn draußen selten ohne eine solche Kopfbedeckung.

Dann brauchten wir natürlich Visitenkarten, Flyer, regelmäßig Plakate (für Lesungen) und Bürokramzeugs. Der Bürokram, der Anfangs auch mir oblag.....,ist gar nicht mein Ding, es sei denn es geht um „bunte Bilder“ wie Briefköpfe etc. und da konnte ich mich ja nun so richtig austoben....

....erst Recht, seit es letztlich um die Gestaltung von Buchcovern geht, denn wie erwähnt, schrieb Andreas während unserer WG Jahre ohne Ende Bücher, für deren Einbandgestaltung der Designer in mir gefordert ist.

Hier nun ein kleiner „Schaulauf“ meiner Cover.

Ausführliche Beschreibungen zum Inhalt der Bücher sowie Leseproben, finden sich auf unserer Verlagsseite

 

Begonnen hat meine Arbeit als Covergestalter mit der Romantrilogie zum Jakobsweg,  „Geschichten aus der Jakobsmuschel                                                               -Der Weg zum eigenen Weg-

Das Bild in der Mitte lieferte ein befreundeter Maler.

Ich muss gestehen, dass ich ein  Problem hatte, eine passende Farbe für den dritten Band zu finden, zumal Band 1 u. 2 schon veröffentlicht waren und ein Dritter eigentlich gar nicht geplant war. Aber ich hielt Band 1 u. 2  für so gut gelungen, dass ich Andreas überredete noch einen dritten Band zu schreiben.

Für sich allein genommen gefällt mir der grüne Farbverlauf gut, sonst hätte ich das Cover ja nicht freigegeben, aber für mein Empfinden beißt es sich etwas mit dem Türkis von Band 1. Doch nachdem ich endlos herumprobiert und nichts gefunden hatte, was sich dann wiederum nicht mit dem Gelb/Orange von Band 2 beißt, beließ ich es bei dem Grün und redete mir ein, dass Band 2 sozusagen als „Pufferzone“ die beiden „Beißer“ voneinander trennt ;-)


Weiter geht’s mit  Die Kohle Saga, die aus der Kohle-Trilogie,  welche zuvor im Engelsdorfer Verlag  erschienen war, erwachsen ist. 

Weil sich die Trilogie bereits etabliert hatte, sollten die Saga-Cover nur geringfügig verändert werden. Also veränderte ich nur das Drumherum um die Bilder in der Mitte.

In diesem Roman geht es um das Leben, Lieben und Leiden jener Menschen, die in den DDR Dörfern lebten, die letztlich dem Kohleabbau zum Opfer fielen. Die ersten drei Bände beschreiben die Zeit vor der Wende (1964-1976)

Bei  meiner Covergestaltung versuche ich eine Bildersprache zu verwenden, die einen Hinweis auf den Inhalt und die Thematik des Buches gibt, auch wenn mir bewusst ist, dass nicht jeder meine Bildersprache versteht, weil die individuelle Wahrnehmung und Interpretation sehr unterschiedlich ist.

Bei der Kohle Saga, habe ich z.B. bei den ersten 3 Bänden die Bilder symbolisch mit Stacheldraht so umrahmt, dass 3 Seiten, Nord, West und Süd umschlossen sind, während nur die Seite nach Osten offen ist. Die beiden beiden Flaggen habe ich auf dem Deutschland Element genau auf Berlin platziert. Die BRD-Flagge zeigt nach Westen, die DDR Flagge nach Osten.

In 4. Band ist der Handlungsspielraum etliche Jahre nach der Wende (2000-2002) und der Leser erfährt, was aus den Menschen  inzwischen geworden ist. Auf dem Cover gibt es nur noch eine Flagge und der symbolische Stacheldraht um das nun bunte Bild ist offen. Das Foto zeigt  den Cospudener See, auch ein geflutetes Ex-Tagebauloch am südlichen Leipziger Stadtrand. Übrigens ein kleines Paradies für Nacktbader  ;-). Dort in 800 Meter Entfernung haben wir gewohnt. Und nicht weit davon lag das 1978 weggebaggerte Dorf Piegel, in dem der Autor aufgewachsen ist.

Nachdem Andreas damals mit dem dritten Band der Jakosweg-Trologie fertig war, habe ich ihn ermuntert, unbedingt weiter Kurzgeschichten zu schreiben, denn in die Jakobsmuschel Romantrilogie sind viele kurze Geschichten verschiedenster Art eingebettet, die dem Protagonisten unterwegs von anderen Pilgern erzählt werden, was diese Trilogie so abwechslungsreich und unterhaltsam macht, denn die „Weggefährten“  erzählen aus ihrem Leben und schildern ihre Beweggründe zu pilgern.

Ich fand / finde nicht nur die Geschichten toll, sondern auch die besondere Erzählweise und wollte mehr davon und das zugegebenermaßen nicht ganz uneigennützig, denn hier tat sich für mich nun eine Projektionsfläche für meine eigenen Ideen und Philosophien auf. Anfangs meinte Andreas noch, „schreib doch selbst, du kannst das doch auch“ und ich, „aber du kannst das viieeel besser“. Und aufgemuntert durch mein Lob, machte er sich ans Werk und es entstand unser „11er Pack“, wie wir es nennen.

Andreas hat hier das Leben unserer Zeit und die Menschen, ihre Wünsche, Träume, Verrücktheiten, Irrwege, Erwartungen, Enttäuschungen, Leiden etc. aus den unterschiedlichsten Perspektiven erfasst, was ihm hervorragend gelungen ist, weil er kontroverse Themen und Kontroversen zwischen Menschen stets aus einer neutral objektiven Position beleuchtet, sodass sich am oft überraschenden Ende jeder Leser, seinem eigenen inneren Wesen entsprechend,  selbst entscheiden kann, auf welche Seite er sich schlägt.

Die Geschichte „Feinde im Dunkel“ (aus Band 1), ist ein gutes Beispiel. Dort treffen ein Neo-Nazi und ein „Linker“ / Autonomer bei einer Straßenschlacht an einem 1. Mai aufeinander und sind durch widrige Umstände für einige Stunden im Dunkeln gefangen. Nach einem kleinen physischen Schlagabtausch kommen sie schließlich ins Gespräch.                                                                                                                                 Auch diese Geschichte endet nicht so, wie man es vielleicht erwartet.

Es gibt sie auch als Lesung bei youtube. Das Video ist allerdings etwas holprig, denn es stammt aus meinen ersten Anfangsversuchen als Filmer. Die Lesung beginnt dort nach meinem Vorwort ab Minute 03:38.

Eine weitere „meiner“ Geschichten, die Andreas hervorragend umgesetzt hat ist  „Das letzte Gefängnis“,(Band 4), auch bei youtube ab Min.02:14.

So, nun bin ich hier mal wieder schön abgeschweift, kann ich gut ;-)

Somit geht es hier eben nicht nur um die Entstehung meiner Cover, sondern auch ein bisschen um die Entstehung der Bücher.                                                                            Bevor es nun mit der Covergestaltung weitergeht, noch ein paar Worte zum Titel.    Die Idee für den Titel zu dieser Buchreihe hat gewissermaßen Star Trek geliefert. Ich bin ein bisschen trekkimäßig angehaucht und meine Lieblinge sind die Serien       Star Trek-Next Generation und Raumschiff Voyager.                                                              Wer diese Serie kennt, wird vermutlich schnell die Ableitung der Buchtitel unserer 11er Reihe erkennen. Ich dachte dabei an die Figur „Seven of Nine“ aus „Voyager“.

Natürlich könnte ich nun erklären, wer „Seven of Nine“ ist und warum sie diesen „Namen“ bzw. diese Bezeichung trägt. Aber das wäre wieder eine gewaltige Abschweifung. Falls es jemand wissen möchte, der möge bei Google  „Seven of Nine“ oder „Borg“ eingeben.                                                                                                   Hier nur eine kurze Erklärung. Die Borg sind eine im Delta Quadranten beheimatete, sehr gefürchtete Spezies, die aus Cyborgs mit kollektiven Bewusstsein besteht.              Innerhalb des Kollektivs gibt es, sehr vereinfacht ausgedrückt, verschiedene Arbeitsgruppen für jeden spezifischen Bereich.  Und angenommen, so eine Gruppe besteht aus 9 Mitgliedern, dann wären die „Namen“ bzw. Bezeichnungen der einzelnen Mitglieder 1 von 9, 2 von 9, 3 von 9 etc.. Und bevor„Seven of nine“ auf die Voyager kommt, gehörte sie zu diesem Kollektiv.

 In unserem „11er Pack“ gibt es sozusagen 11 „Mitglieder“, also 1v.11, 2v.11, 3v.11 ....bis 11v.11...Erzählungen aus dem Hut

Und weil die 11 nun auch das Cover dominieren sollte, findet sie  sich dort auf verschiedene Weise wieder. Die „Bausteine“ die ich für diesen Entwurf gesammelt habe, sollten also etwas mit der 11 zu tun haben. Und bei meiner Suche, stieß ich zunächst auf die Raute, die sozusagen ein mathematisches Symbol für die 11 ist, denn sie besteht aus 4 Punkten, 5 Linien und 2 Dreiecken, was 11 Elemente ergibt.

Auf meinem Cover finden sich übereinander gelagert 6 Rauten und 5 weitere 11er Elemente. Da ist der Bücherstapel mit 11 Büchern, die Zahl 11, 2 astrologische Zeichen, Uranus und Wassermann,  die beide zum 11. Haus gehören und das dazugehörende Element Luft. Ergibt zusammen 11 Bausteine, welche direkt die 11 symbolisieren. (Auf diesem Foto sind die kleineren Details allerdings  nicht erkennbar)                                                                                                                                     Ich erwarte natürlich nicht, dass irgendwer meine Bildersprache versteht, bzw. sich beim Blick auf meine Cover  bewusst die Frage stellt, >was will uns der Künstler damit sagen<. Ich denke bei einem Cover zählt in erster Linie, dass es auffällt und evtl. einen kleinen Hinweis auf die Thematik des Inhalts gibt.

Und so gesehen, ist meine Art der Bildersprache eher ein kleines Privatvergnügen, das ich mir gönne, denn mir ist durchaus klar, dass potenzielle Leser sich weniger Gedanken über die Hintergründe oder die Frage nach dem tieferen Sinn einer Covergestaltung machen, als viel mehr über den erwarteten oder erhofften Inhalt hinter der „Verpackung“.

Aber mir gibt es dennoch  ein gutes Gefühl, meinen eigenen Sinn in meine Bildgestaltung hinein zu kreieren. :-)


Weiter geht’s mit den „Soldaten unterm Spaten

In diesem Buch hat Andreas H. Buchwald, seine eigene Bausoldatenzeit in der NVA in einem Roman verarbeitet. (Titel der youtube Lesung: DDR-NVA und die Bausoldaten)

Dieses Buch gehört auch zu den Büchern einer früheren Schaffensphase. Die Exemplare vom Engelsdorfer Verlag sind vergriffen, aber  nun ist es erhältlich im     amazon Kindle Shop.

Für die Neugestaltung des eBook Covers, habe ich, wie immer, zuerst mal themenbezogene „Bausteine“ gesammelt. In diesem Fall Spaten, Uniform, Mauer, potenzielle Hintergrundbilder etc. . Das wird alles in kleine Einzelteile „zerschnitten“ die ich dann hin und herschieben kann. Das ist immer der mühseligste und zeitaufwendigtste Teil der Arbeit, dauert ca 3-6 Tage, wenn ich jeden Tag dran bin. Wenn ich dann meine „Schiebeteile“ fertig habe, beginnt die Qual der Wahl, verbunden mit endlosem Herumschieben, gefolgt von der Suche nach der passenden Schrift, Farbe und Platzierung.

Auf diese Weise kreiere ich eine Auswahl, mit der sich Andreas dann herumschlagen muss ;-) ,  denn er, als Autor  hat natürlich der letzte Wort.                                                    Ich erkläre ihm meine Bildersprache und dann muss er sehen, wie er damit klar kommt. :-)    Nun ja, inzwischen lebt er ja mit seiner Lebensgefährtin am anderen Ende unseres Landes und hat in ihr hilfreiche Unterstützung .

Abrahams Irrtum beschreibt die Geschichte eines „Verirrten“, der erkennt, dass er aus der „Nummer“, in die er durch seinen Irrtum geraten ist, nicht mehr raus kommt. Die Handlung spielt in einer Zeit von Krieg, Flucht und Vertreibung, die viele Menschen unserer Zeit noch miterlebt haben.

 Da steht er nun und schaut in der Erkenntnis, seinem Schicksal nicht entrinnen zu können, etwas wehmütig in die Ferne. Hier waren nur wenige Entwürfe nötig um eine für uns passende Wahl zu treffen. Glücklicherweise  haben Andreas und ich einen ähnlichen Geschmack, was Farben und Formen betrifft, sodass er sich relativ schnell mit meinen Vorschlägen anfreunden kann. Das Foto auf dem gewählten Cover, habe ich übrigens vom Fenster unsere letzten gemeinsamen Wohnsitzes in McPomm aufgenommen, ebenso wie die anderen, nicht Gewählten.


Das Labyrinth der rasenden Zeit, ist ein spannender  SciFi Thriller, dessen Handlung in geheimen, unterirdischen Katakomben in Sibirien spielt.

Demzufolge waren meine „Bausteine“ hier, Höhle, Kälte, Frost, ein Labyrinth ein Ziffernblatt und Uhrzeiger. Und Andreas hat sich letztlich auch für meinen eigenen Favoriten entschieden.

Spätestens mit dem ebenso spannenden wie humorvollem Fantasy Roman Trollstens wundersame Reise zwischen den Welten  offenbart sich die buchwaldsche Bandbreite. Ich musste beim Lesen immer wieder über einige der Charaktere lachen, die in den Welten der Mythologie beheimatet sind und sich sozusagen auf einer Mission, manchmal etwas linkisch,  in unserer Menschen-Welt zurechtfinden müssen. Allein die Namen vieler Figuren zeugen von einer großen Fantasie des Autors.

Ich selbst bin eigentlich überhaupt kein Freund von Fantasy Geschichten. Z.B. die bei einer großen Masse beliebten Harry Potter oder Herr der Ringe Romane habe ich nie durchgehalten. Aber  den „Trollsten“  hab ich mir komplett einverleibt und fand die Geschichte toll. Und ich bin sicher, sie gäbe ebenfalls Stoff für einen spannenden und unterhaltsamen Film.

 Das Cover hierfür war einfach, denn das Bild haben Freunde von uns geliefert. Michael Krämling hat einen Gedichtband veröffentlicht, für den ich auch das Cover gestaltet habe (s. weiter untern) und seine Frau Dagmar hatte diesen mit ihren Aquarellen bereichert. Und sie hat auch das Bild speziell für das Trollsten-Cover gemalt.  Ich brauchte mich also nur noch um die Schrift und deren Positionierung zu kümmern.

Die Bücher Wo das Gras grüner ist  und Der Tangozigeuner  stammen beide aus einem Buch von A.H.B., welches ehemals im Engelsdorfer Verlag erschienen war und inzwischen vergriffen ist.. Nun gibt es sie im neuen Gewand im AndreBuchVerlag, zunächst als eBook im amazon-Kindle-Shop.

Beides sind Ost-West Geschichten. In der ersten, ist der  Protagonist ein„Ossi“ der in den Westen reist und beim Tagozigeuner kommt ein „Wessi“ in den Osten.

Und in diesen Romanen erfahren wir, wie beide die jeweils andere Welt erfahren und erleben.

Leider muss ich feststellen, dass mein 1&1 HP Baukastensystem wenig hergibt wenn es um Fotos geht. In diesem Paket ist es z.B. nicht möglich, die Bilder durch Anklicken zu vergrößern und Bilder mit mehr als 30 KB werden hier nicht mehr im Ganzen erfasst. Bei amazon im Kindle-Shop kann man zumindest alle Cover  der Endauswahl gut sehen -auch vergrößern-und in den Büchern blättern.


Magie eines Zimmers  ist eine Koproduktion für die Andreas H. Buchwald sich mit dem ex Stasi Major Hans-Jürgen Bunk zusammengetan hat. 

20 Jahre nach der Wende waren sich Bunk und Buchwald im Schloss Altranstädt im historischen Friedenszimmer begegnet und ins Gespräch gekommen. Daraus entwickelte sich der Plan für ein gemeinsames Buch, indem die Biografien des ehemaligen Bausoldaten A.H.B. und die es ehemaligen Stasi Majors H.-J.B. mit der Frage, ist die eine gültiger als die andere, gegenübergestellt werden.

Dieses Buch hat nach seiner Veröffentlichung für einige Konrtoversen in Leipzig gesorgt und letztlich dazu geführt, dass A.H.B. aus dem Leipziger Schriftstellerverband, dem er bis  dahin angehörte, ausgeschlossen wurde.           Auch eine lang zugesagte Lesung, wurde damals kurzfristig abgesagt.

Bunk gibt auf seiner eigenen Webseite  eine ausführliche Beschreibung zu dem Buch und dessen Auswirkungen. Hier ein kleiner Auszug daraus:

 <<„Dem Autorenduo Andreas Buchwald/Hans-Jürgen Bunk wurde ganz aktuell eine langfristig vereinbarte, groß angekündigte Lesung im Schloss Altranstädt verweigert. Im historischen Friedenszimmer des Schlosses hatten sich beide kennen und schätzen gelernt. Der eine früher Stasi, der andere Dissident, brachten sie ihre persönliche Geschichtsbewältigung im Buch „Magie eines Zimmers oder der Strick ist abgekaut“ gemeinsam zu Papier. Ich weiß nicht, wie es vor diesem konkreten Hintergrund um unsere Freiheit des Wortes bestellt ist. Aber wenn Geschichtsbewältigung linientreu sein muss und die Personen selbst nicht mehr zählen, wird sie ad absurdum geführt.“>>

Hier meine Cover Entwürfe für ein weiteres Buch, in dem  Hans-Jürgen Bunk seine Geschichte verarbeitet.  1989  Ende und Anfang –Mein Weg nach vorn


Ich komm mal vorbei   Ein Gedichtband von Michael Krämling, mit Aquarellen (einschl. des Coverbildes) und Fotos von Dagmar Krämling.

Für die Krämlings habe ich auch das Logo entworfen, wobei ich in das D (für Dagmar) eines ihrer Gemälde eingearbeitet und den Hintergrund dazu passend gestaltet habe. Als kleine eigen initiierte Beigabe gabs dann noch ein laminiertes Lesezeichen.

Apropos Lesezeichen, welche immer nützlich sind, solange es noch Bücher in Papierform gibt, so etwas hab ich natürlich auch für uns gemacht (19 x 3 cm)



Püppi und das Geheimnis der Wunderpflanze  v. Simona Beschnidt                  war meine bisher größte Herausforderung.

Eine Bekannte von Andreas, Kosmetikerin, die auch als Heilpraktikerin tätig und große Katzenliebhaberin ist, hat diese Buch im Eigenverlag herausgebracht. Für sie habe ich Visitenkarten und das Cover gestaltet. 

Als Vorgabe hatte ich Fotos ihrer Katzen, den Wunsch, dass die Blüte der  „Cistus“Heilpflanze  vorkommen  und der Stil etwas verspielt, romantisch sein sollte. Ein weiter Begriff, also musste ich mich langsam herantasten, um dem persönlichen Geschmack der Auftraggeberin näher zu kommen.

Nachdem ich die 19 Entwürfe vorgelegt hatte, wurden die einzelnen „Bausteine“ Schriften und Hintergrundfarben noch etliche Male hin und hergetauscht, denn es fiel schwer, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Für mich war das nicht weiter problematisch. Ich hätte auch noch weitere 20 Entwürfe machen können. Allerdings hätte das die Wahl vermutlich noch weit schwieriger gemacht.

Dass ich solche Arbeiten nicht nur als Amateur mache, sondern ja auch als Hobby betreibe, hat für den Auftraggeber den Vorteil, dass ich mich mit ihm solange austausche und herumprobiere, bis ich da angekommen bin, wo er hin will. Zumindest versuche ich das, ohne weitere Kosten solange, bis er abwinkt, wobei mein Honorar ohnehin weit unter dem eines Profis liegt.

Es ist auch schon  vorgekommen, dass meine Versuche der geschmacklichen Annäherung ins Leere liefen.  Menschen sind nun mal verschieden und manchmal gehen die Geschmäcker und Vorstellungen so weit auseinander, dass die Suche nach einer gemeinsamen Schnittstelle die Ausdauer des Auftraggebers überfordert. Meine eigene hingegen ist nahezu unerschöpflich :-)

Aber auch das nehme ich demjenigen dann nicht übel, denn selbst wenn er meine Versuche/Entwürfe letztlich verwirft, so hatte ich als Hobbygrafiker dennoch meine Schaffensfreude während der Arbeit und meine Sammlung an Bausteinen wächst auf diese Weise..

 Das war z.B. im Folgenden der Fall:

Ein Straßenkünstler packt aus   von Daniel Avrutik

 Daniel Avrutik ist Amerikaner und tingelt seit über 40 Jahren als Straßenkünstler in der Weltgeschichte herum. In seinem Buch schreibt er vom Überlebenskampf auf der Straße.                                                                                                                                             In Deutschland ist Leipzig sozusagen seine zweite Heimat geworden, wo man ihn in den wärmeren Jahreszeiten fast täglich im Stadtzentrum trifft. Sein Publikum unterhält er als Jongleur und mit seiner Gitarre. Als Lebenskünstler fühlt er sich auf der Straße am wohlsten.

Andreas begegnete ihm 2010, als wir noch in Leipzig wohnten und brachte ihn eines Tages mit nach Haus. Er ist ein sehr intelligenter und weiser Mann. Andreas hatte ihm angeboten, ihn bei der Verwirklichung seines Buchprojektes zu unterstützen und da Andreas auf  Wunsch auch als Übersetzer (Englisch, Polnisch, Niederländisch) arbeitet übersetzte und lektorierte er Daniels Geschichte vom amerikanischen – Daniel besprach Kassetten mit seinem Text - ins Deutsche.

 Ich machte mir derweil Gedanken zur Covergestaltung. Der Titel des Buches stand damals noch nicht fest, deshalb dachte ich mir zunächst irgendwelche Sätze als Platzhalter aus. Doch Daniel konnte sich letztlich nicht mit meinen Vorschlägen anfreunden. Etwas schwierig war, dass ich mich mit ihm nicht wirklich über seine Vorstellungen austauschen konnte.

Wenn er kam, wechselten wir zwar immer ein paar freundliche Worte, machten ein bisschen Small Talk, soweit mein eigenes Englisch dafür ausreichte, aber ich merkte schnell, dass er sich in meiner Gegenwart unbehaglich fühlte, was aber weniger an mir persönlich lag, wie ich später erfuhr, sondern an einem psychischen Defizit gegenüber Frauen im Allgemeinen. Und so zog ich mich, wenn er kam, nach ein paar Worten höflich zurück, oder verließ schon vorher die Wohnung, damit die beiden Männer unbehelligt arbeiten konnten.

Das Cover, welches nun das Buch ziert, liegt Welten von meinen Entwürfen entfernt.

Aber das finde ich völlig o.k.. Die Arbeit daran hat mir dennoch Spaß gemacht. Und die „Bausteine“, die dabei in meine Sammlung kamen, sind mir vielleicht später mal nützlich.

Das Buch ist übrigens für 9,90 € bei amazon erhältlich 

Soweit nun der  "kleine" Einblick in meine Arbeit als Designer. Und wer  immer tapfer bis hieher durchgehalten hat, dem danke ich für die Aufmerksamkeit.